29.11.83

Kontrollwut der Stasi

Der Bericht vom 9. 11. 1983 über die operative Kontrolle der OPK "Verfasser" am 3. 11. und 4. 11. 1983 zeigt besonders eindruckvoll die Kontrollwut der Stasi. Es sollte der Kontakt mit der Abrüstungspartei, die "GRÜNEN", die in Ost-Berlin mit Erich Honecker über Abrüstung reden wollten, unter Kontrolle gebracht und ggf. verhindert werden. Falls K. vorzeitig den Lehrgang  verlässt, hat die Stasi verfügt, dass K. vom VPKA (Volkspolizeikreisamt) die Auflage erteilt bekommt, die Wohnung nicht zu verlassen. "Bei Nichtbefolgung der Forderung ... kommen Zwangsmittel ... in Anwendung." Dem VPKA wurde von der Stasi ein extra für diesen Fall ausgearbeitetes Schriftstück in die Hand gegeben, das K. erhalten sollte, wenn er die Auflage bekommt. Es passte nicht ins Bild des "Friedensstaates" DDR, dass ein Bürger der DDR fristlos aus seinem Beruf entlassen wurde mit den Worten: "Die Atombombe in der Arbeiterhand ist der Garant für den Frieden". Diese Nachricht an die "GRÜNEN" würde laut Stasi-Auflage das "sozialistische Zusammenleben in der Öffentlichkeit stören".

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Der Bericht vom 9. 11. 1983 über die operative Kontrolle der OPK "Verfasser" am 3. 11. und 4. 11. 1983 zeigt besonders eindruckvoll die Kontrollwut der Stasi. Es sollte der Kontakt mit der Abrüstungspartei, die "GRÜNEN", die in Ost-Berlin mit Erich Honecker über Abrüstung reden wollten, unter Kontrolle gebracht und ggf. verhindert werden.

Falls K. vorzeitig den Lehrgang  verlässt, hat die Stasi verfügt, dass K. vom VPKA (Volkspolizeikreisamt) die Auflage erteilt bekommt, die Wohnung nicht zu verlassen. "Bei Nichtbefolgung der Forderung ... kommen Zwangsmittel ... in Anwendung." Dem VPKA wurde von der Stasi ein extra für diesen Fall ausgearbeitetes Schriftstück in die Hand gegeben, das K. erhalten sollte, wenn er die Auflage bekommt. Es passte nicht ins Bild des "Friedensstaates" DDR, dass ein Bürger der DDR fristlos aus seinem Beruf entlassen wurde mit den Worten: "Die Atombombe in der Arbeiterhand ist der Garant für den Frieden". Diese Nachricht an die "GRÜNEN" würde laut Stasi-Auflage das "sozialistische Zusammenleben in der Öffentlichkeit stören".

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